Symbol für christliche Ökumene (Pfarrnachrichten KW 26+27/2026)

03.07.2026
Andreas Dr. Kuhlmann

Liebe Mitchristen und Freunde von St. Pantaleon!
Am 15. Juni 1991 wurde in St. Pantaleon „unserer“ Kaiserin in einer Festwoche erstmalig anlässlich ihres tausendjährigen Todestages in einem ökumenischen Gottesdienst und weiteren Veranstaltungen besonders gedacht.
Sehr bald hat sich aus diesen Anfängen eine feste Form entwickelt: Auf eine feierliche Eucharistiefeier im Rahmen der 18:30 Uhr Abendmesse für die Einheit der Christen in Ost und West und überleitenden Grußworten der anwesenden Geistlichen insbesondere der Kölner orthodoxen Kirchengemeinden schließt sich ein orthodoxes Totengedenken am Grab der Kaiserin an. In ununterbrochener Folge haben wir diese traditionsreiche ökumenische Begegnung in diesem Jahr zum 35. Mal begehen können.
Kaiserin Theophanu hat für die christliche Ökumene eine starke symbolische und erinnerungskulturelle Bedeutung. Theophanu lebte vor dem sogenannten Morgenländisches Schisma. Bei aller Verschiedenheit waren die Kirche von Rom und die Kirchen des Ostens noch nicht getrennt. Sie verstanden sich als die eine und einzige Kirche, die Gott durch Jesus gestiftet und zum Heil der Menschen gewollt hat.
Als Angehörige des byzantinischen Kaiserhofes brachte Theophanu östliche Frömmigkeit, Liturgie, Kunst und geistige Traditionen in das westliche Reich. Gleichzeitig wurde sie zur Kaiserin eines Reiches, das eng mit dem Papsttum verbunden war. In ihrer Person begegneten sich die griechische und die lateinische Sprache, die byzantinische und die westliche Liturgie, östliche und westliche Formen christlicher Spiritualität sowie unterschiedliche kirchliche und politische Traditionen.
Gerade deshalb kann sie als Symbol dafür dienen, dass die heutigen Unterschiede zwischen katholischen und orthodoxen Christen nicht zwangsläufig Trennung bedeuten müssen.
Ihr Pfr. Dr. Volker Hildebrandt

ANFAHRT ZUR KIRCHE

50676 Köln
Kreuzung „Am Weidenbach“ / „Am Pantaleonsberg“
Toreinfahrt an der Straße „Am Weidenbach“
direkt neben der Kreuzung