Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit (Pfarrnachrichten KW 16+17/2026)

25.04.2026
Andreas Dr. Kuhlmann
Barmherzige Jesus, von Wladimir Naumez

Der erste Sonntag nach Ostern, auch weißer Sontag genannt, wird in der katholischen Kirche seit einem viertel Jahrhundert als Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit gefeiert. Dieser Sonntag bildet den feierlichen Abschluss der Osteroktav und erinnert daran, dass die Auferstehung Christi den Weg zur Versöhnung mit Gott geöffnet hat Papst Johannes Paul II. führte den Gedenktag im Jahr 2000 weltweit ein, anlässlich der Heiligsprechung der polnischen Ordensschwester Faustyna Kowalska.

Im Zentrum des Barmherzigkeitssonntags, wie er auch genannt wird, steht die grenzenlose Liebe und Vergebungsbereitschaft Gottes. Der Anlass dafür waren die Visionen, die Schwester Faustyna als ihr von Jesus geschenkt zu Lebzeiten niederschrieb.

In ihren Visionen sieht sie Gott wie ein „Ozean der
Barmherzigkeit“, der bereit ist, jede Seele aufzunehmen, die sich ihm zuwendet. Und Jesus betonte ihr gegenüber, dass er zuerst als „König der Barmherzigkeit“ komme, bevor er als „gerechter Richter“ erscheinen werde. So möchte er den Menschen die Tür seiner Barmherzigkeit weit öffnen, bevor der Tag der Gerechtigkeit anbricht.

Sie sieht Gott in ihren Visionen als „Zuflucht für alle Seelen“, besonders für die Sünder. Darauf geht der vollkommene Ablass zurück, der Gläubigen gewährt wird, die an diesem Tag beichten und die heilige Kommunion empfangen.

Im göttlichen Auftrag ließ Schwester Faustyna das weltbekannte Gnadenbild des barmherzigen Jesus mit dem Schriftzug anfertigen: „Jesus, ich vertraue auf Dich“. Aus Jesu Herzen strömen zwei Strahlen: rot für Blut/Eucharistie und weiß für Wasser/Taufe. Darüber hinaus betonte Schwester Faustyna, dass der Glaube ohne Werke der Barmherzigkeit nicht fruchtbringend sei.

ANFAHRT ZUR KIRCHE

50676 Köln
Kreuzung „Am Weidenbach“ / „Am Pantaleonsberg“
Toreinfahrt an der Straße „Am Weidenbach“
direkt neben der Kreuzung