Das Pantaleonslied

  1. Pantaleon, der Arzt und Freund aller Armen,
    er lebte auf Erden vor sehr langer Zeit.
    Doch wie er uns kündet von Gottes Erbarmen,
    ist er uns nahe, als lebte er heut.
  2. Den Glauben an Christus fand er durch den Knaben,
    der einst auf der Straße tot vor ihm lag.
    Entsetzen und Hoffnung das Wort ihm eingaben,
    das alles wendete mit einem Schlag.
  3. Selbst noch nicht Christ, schreit er plötzlich ganz laut den Namen,
    in dem Gottes Allmacht gegeben:
    „O, Jesus!“ – das Kind nun lebendig er schaut.
    Da findet er selber im Glauben das Leben.
  4. Bald lässt er sich taufen und spürt augenblicklich:
    Gott ruft ihn - im Alltag - zur Heiligkeit.
    Das selbstlose Helfen macht ihn selbst glücklich.
    Wir könnten das auch – nutzen wir uns´re Zeit!
  5. Dann aber bringt man ihn grausam ums Leben
    ganz jung noch empfängt er die Märtyrerkron´,
    im Tode noch hat er den Henkern vergeben.
    Da nennt ihn Gott selber den Panteleimon.
  6. Was aber ist nach so langer Zeit
    nicht alles unter den Menschen geschehen!
    Liebe und Freude, auch Elend und Streit:
    Pantaleons Heimat hat all das gesehen.
  7. Aber auch wir im Kölnischen Bistum,
    Die sieben Gemeinden von St.Pantaleon.
    Wir pflegen nicht nur uraltes Brauchtum,
    wollen auch lernen vom heil´gen Patron.
  8. Jedermann preist ihn in Ost und in West,
    denn was er im Leben und Sterben getan,
    ist wie ein Erbe, das er hinterlässt:
    seid, Menschen, barmherzig! Das kommt bei Gott an.
  9. Der heilige Arzt hat in seinem Leben
    voll Mitleid auf Kranke und Arme geschaut.
    Hat ihnen durch Christus Gesundheit gegeben
    durch Beten und Tun Gottes Reich auferbaut.
  10. Der Heilige lebt, er verbindet uns schon.
    Vereint auch die Kirchen im Westen und Osten.
    Ob nun Pantaleon oder Panteleimon:
    Es ist seine Güte, die alle gern kosten.
  11. Doch bleibt noch ein Wunsch uns,
    dass er auch vereine Muslime mit Christen -
    das könnt´ ihm gelingen.
    Einst christlich, heut türkisch, die Heimat, die seine,
    mög´ bald uns das Lied der Verständ´gung erklingen!

Peter von Steinitz