Liebe Besucherinnen und Besucher!
Seien Sie herzlich willkommen in unserem schönen Gotteshaus!
Hier umfängt Sie ein Ort der Stille und des Gebetes. Aus der lärmenden, hektischen Zerstreuung treten Sie in einen Raum der Zwiesprache mit Gott. Seit über 1000 Jahren feiert die Gemeinde der Christen hier die Gegenwart des Herrn. Inmitten des erhaltenen Kloster-Bezirks erhebt sich die ehemalige Benediktinerabtei Sankt Pantaleon aus dem 10. Jahrhundert mit kaiserlichem Westwerk.
Sie ist dem ostkirchlichen Heiligen P a n t a l e o n (Allerbarmer) geweiht, der als Arzt um 300 den Märtyrertod erlitt. Sein Name führt in den ostkirchlichen Raum nach Byzanz, dem heutigen Istanbul. Die freundschaftlichen Beziehungen zur Ostkirche leben in unserer Gemeinde bis auf den heutigen Tag fort.
Seinen besonderen kaiserlichen Glanz erhält St. Pantaleon in der Ottonischen Zeit durch Erzbischof B r u n o, Otto I., Otto II., aber insbesondere jedoch durch die Gemahlin Ottos II.: T h e o p h a n u. Der hl. Bruno, der Bruder Kaiser Ottos I., ist seinem Wunsch entsprechend in der Krypta bestattet.
Er bedachte St. Pantaleon - seine Gründung - mit vielen Schenkungen. Herrschaftlichen Glanz und den Nikolauskult brachte Theophanu, die Nichte des byzantinischen Kaisers T s i m i s k i s, nach St. Pantaleon, der Kirche ihres "Heimatheiligen".
Sie ließ das wuchtige Westwerk errichten, im Osten eine weite Apsis anfügen. Im 13. Jahrhundert wurde die einschiffige Saalkirche zu einer dreischiffigen Basilika erweitert. Theophanu starb mit 31 Jahren am 15. Juni 991 auf einer Reichsversammlung in Nimwegen und wurde nach ihrem Wunsch in St. Pantaleon bestattet. So ist es selbstverständlich, dass die Mönche über acht Jahrhunderte hinweg am 15. Juni jeden Jahres eine Gedenkmesse zu Ehren Theophanus feierten, bis Napoleon 1803 die Abtei aufhob.
Die Gemeinde nahm die Tradition 1991 zum tausendsten Todestag der Kaiserin mit einer großen,
europäischen Feier wieder auf. Theophanu ruht in einem Sarkophag aus weißem, griechischem Marmor im nordlichen Westwerk.
Weitere Informationen können Sie unter www.romanische-kirchen-koeln.de nachlesen.




