Pfarrnachrichten 39/2020 (A)

Am vergangenen Sonntag hat sich unser Erzbischof zur jetzigen Etappe des pastoralen Zukunftsweges im Erzbistum Köln im Domradio geäußert. Ich gebe das sehr gerne wieder. Mich persönlich hat es inspiriert. Das möchte ich in einigen wenigen Gedanken äußern, die ich daran anschließe.

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„Was er Euch sagt, das tut!“ (13. September 2020)

Wort des Bischofs zum pastoralen Zukunftsweg

Auf dem pastoralen Zukunftsweg hier bei uns im Erzbistum Köln befinden wir uns jetzt auf der Zielgeraden der jetzigen Etappe. Jeder Läufer weiß: Auf den letzten Metern, da geht es noch mal um alles. Aber eben auch darum, all die Mühen und Anstrengungen des bis jetzt zurückgelegten Weges nicht zu vergessen und kraftvoll über die Ziellinie zu bringen. Schon heute bin ich sehr dankbar, dass über 30.000 Menschen aus unseren Gemeinden und Verbänden und Gemeinschaften und viele Hauptberufliche im pastoralen Dienst diesen Weg aktiv mitgegangen sind. Dankbar für den fruchtbaren Austausch in guten Gesprächen und Diskussionen. Besonders dankbar auch für die vielen neuen Anregungen und Ideen, die wir gemeinsam entwickeln konnten.

Bereits am Anfang war klar, unser pastoraler Zukunftsweg, der würde kein leichter Spaziergang. Auch jetzt, wo nach den letzten Beratungen in den unterschiedlichsten Gremien und dem baldigen Hören auf die Rückmeldungen aus 170 Seelsorgebereichen die notwendigen Entscheidungen getroffen werden müssen, ist mir bewusst: Ganz gleich, wie ich mich auch aufstelle – bei den vielen unterschiedlichen Erwartungen wird es nicht nur Beifall geben. Das gilt besonders jetzt am Ende, wo eben auch folgenschwere Entscheidungen notwendig sein werden, wenn wir bei uns im Erzbistum die Zukunft wirklich gewinnen wollen.

Nachdem ich in den vergangenen Jahren so viel Rat und auch unterstützende Tat erfahren durfte, vertraue ich jetzt auf der Zielgeraden ohne Wenn und Aber unserem letzten Ratgeber: Christus! Ich bin mir sicher – er war und er ist für uns auf unserem ganzen pastoralen Zukunftsweg der verlässliche Wegweiser und der Mut machende Wegbereiter. Ihm vertraue ich unser Erzbistum und mich selber gerade jetzt auch auf den letzten Metern an. Hier gilt gestern, heute und morgen ganz alleine die Empfehlung seiner Mutter, Maria: „Was er Euch sagt, das tut!“ Versuchen wir es. Und ich bin überzeugt und mir sicher – es wird dann alles gut!

Ihr Rainer Woelki, Erzbischof von Köln

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Es gehört in der Tat viel Gottvertrauen dazu, auf eine gute Zukunft der katholischen Kirche hier bei uns zu hoffen. In den letzten Jahrzehnten hat sie im privaten wie im öffentlichen Leben spürbar an Bedeutung verloren. Gesamtgesellschaftlich wird sie teils gar nicht mehr wahrgenommen. Einer größer werdenden Mehrheit ist sie längst bedeutungslos. Auch die Gemeinschaft der Bischöfe scheint brüchig zu sein.

So ist etwa durch Corona der Besuch der Sonntagsgottesdienste bundesweit von 9 % aller katholisch Getaufter im Vorjahr auf inzwischen weniger als die Hälfte, vielleicht noch ein Drittel davon, also auf grob geschätzt zwischen 3 und 4,5 % zurückgegangen. Mehrheitlich sind es die Älteren und die ganz Alten, die trotz Corona an diesem elementaren und die Kirche konstituierenden Glaubensvollzug festhalten. Auf die Fläche projiziert schreitet die Verabschiedung von der Kirche nun sogar beschleunigt voran. Daran werden die den pastoralen Zukunftsweg begleitenden Umstrukturierungen im Kölner Erzbistum aus sich heraus nichts ändern. Als solche ist diese Umstrukturierung ein notwendiges soziologisch-strukturelles Planspiel; nicht mehr.

Für das Erzbistum Köln ist eine Zusammenlegung der bisherigen Orts-Pfarreien auf 50 bis 60 Großpfarreien der Zukunft geplant. Diese sollen professionell gut aufgestellt werden. Das lässt sich mit den derzeit vorhandenen Ressourcen auf den ersten Blick auch ganz gut bewerkstelligen. Zu jeder der 50 bis 60 Groß-Pfarreien sollen dann viele unterschiedliche Gemeinden gehören. Die Groß-Pfarrei mit ihren örtlichen oder personenbezogenen Gemeinden wird verbindlich von einem Pfarrer geleitet und persönlich verantwortet. Das christliche Leben in den Gemeinden und vor Ort sollen die dort lebenden Menschen in verbindlicher Absprache mit dem einen, leitenden Pfarrer verlebendigen. Das ist schon anspruchsvoller. Haben das die bisherigen Pfarrer vor Ort denn „geschafft“?

Die Menschen vor Ort lassen sich nur unter einer Voraussetzung nachhaltig dafür gewinnen und motivieren; und nur dann bleiben sie auch zusammen: Alle, angefangen von den durch das Weihesakrament für die Kirche konstitutiven Bischöfen und Priestern über die in Deutschland inzwischen größere Zahl der von Kirchensteuern bezahlten „Kirchenprofis“ bis hin zu den noch zahlreicheren christgläubigen Laien, müssen nach dem Wort des Herrn „Kehrt um und glaubt an das Evangelium“ (Markus 1,15) so denken und handeln, dass sie keine intellektuelle wie praktische Verabschiedung von dem der Kirche anvertrauten Evangelium kultivieren und in Wort und Tat uneingeschränkt katholisch leben wollen. Diese Voraussetzung ist entscheidend. Professionalität und strukturelle Umgestaltung sind ihr nachgeordnet.

(Pfr. Dr. Volker Hildebrandt)

 

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