Pfarrnachrichten 18/21 (B)

Heiliger Josef mit Jesus und Maria - Wallfahrtsort Torreciudad, Nordspanien

Papst Franziskus hat anlässlich des 150. Jahrestages der Erhebung des heiligen Josef zum Schutzpatron der ganzen Kirche am 8. Dezember letzten Jahres ein Apostolisches Schreiben an alle Gläubigen gerichtet. Es trägt den Titel: „Patris Corde“.

Die dort enthaltenen Meditationen des Papstes zu seinem männlichen Lieblingsheiligen greifen die Botschaft der wenigen in den Evangelien überlieferten Verse über Josef auf, um wie seine Vorgänger die zentrale Rolle des Ziehvaters Jesu in der Heilsgeschichte zu unterstreichen. Der selige Pius IX. erklärte Josef vor 150 Jahren zum „Patron der katholischen Kirche", der ehrwürdige Pius XII. stellte ihn als „Patron der Arbeiter" vor und der heilige Johannes Paul II. als „Wächter des Erlösers".

Mit diesem Schreiben hat Papst Franziskus zugleich ein “Jahr des heiligen Josefs“ ausgerufen. Dieses besondere Jahr dauert noch bis zum 8. Dezember 2021. Hintergrund des Schreibens ist auch die Covid-19 Pandemie: Diese habe verdeutlicht, welche Bedeutung gewöhnliche Menschen haben – all jene, die sich jenseits des Rampenlichts tagtäglich in Geduld üben und Hoffnung verleihen, indem sie Mitverantwortung säen. Genau so, wie der heilige Josef, „dieser unauffällige Mann, dieser Mensch der täglichen, diskreten und verborgenen Gegenwart“, so Franziskus.

Zum Fest des „Hl. Josef der Arbeiter“ am 1. Mai geben wir folgend im Wortlaut das sechste Kapitel aus „Patris Cordewieder. Es trägt die Überschrift: „Vater und Arbeiter“.

(Pfr. Dr. Volker Hildebrandt)

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Aus dem Apostolisches Schreiben Patris Corde“ vom Papst Franziskus, 6.: Vater und Arbeiter

Ein Aspekt, der den heiligen Josef auszeichnet und der seit der Zeit der ersten Sozialenzyklika Rerum novarum von Leo XIII. hervorgehoben wurde, ist sein Bezug zur Arbeit. Der heilige Josef war ein Zimmermann, der ehrlich arbeitete, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu sichern. Von ihm lernte Jesus, welch ein Wert, welch eine Würde und welch eine Freude es bedeutet, das Brot zu essen, das die Frucht eigener Arbeit ist.

In dieser unserer Zeit, in der die Arbeit wieder zu einem dringenden sozialen Thema geworden zu sein scheint und die Arbeitslosigkeit manchmal drastische Ausmaße annimmt –  auch in Ländern, in denen seit Jahrzehnten ein gewisser Wohlstand herrscht –, ist es notwendig, die Bedeutung einer Arbeit, die Würde verleiht, wieder ganz neu verstehen zu lernen.  Unser Heiliger ist dafür Vorbild und Schutzpatron.

Die Arbeit wird zur Teilnahme am Erlösungswerk selbst, sie wird zu einer Gelegenheit, das Kommen des Reiches Gottes zu beschleunigen, die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten weiterzuentwickeln und sie in den Dienst der Gesellschaft und der Gemeinschaft zu stellen; die Arbeit wird nicht nur zu einer Gelegenheit der eigenen Verwirklichung, sondern vor allem auch für den ursprünglichen Kern der Gesellschaft, die Familie. Eine von Arbeitslosigkeit betroffene Familie ist Schwierigkeiten, Spannungen, Brüchen, ja der verzweifelten und weiter in die Verzweiflung führenden Versuchung der Auflösung stärker ausgesetzt. Wie können wir über die Menschenwürde sprechen, ohne uns dafür einzusetzen, dass alle und jeder Einzelne eine Chance auf einen würdigen Lebensunterhalt haben?

Der Mensch, der arbeitet, egal welcher Aufgabe er nachgeht, arbeitet mit Gott selbst zusammen und wird ein wenig zu einem Schöpfer der Welt, die uns umgibt. Die Krise unserer Zeit, die eine wirtschaftliche, soziale, kulturelle und geistliche Krise ist, mag allen ein Aufruf sein, den Wert, die Bedeutung und die Notwendigkeit der Arbeit wieder neu zu entdecken, um eine neue „Normalität“ zu begründen, in der niemand ausgeschlossen ist. Die Arbeit des heiligen Josef erinnert uns daran, dass der menschgewordene Gott selbst die Arbeit nicht verschmähte. Die Arbeitslosigkeit, von der viele Brüder und Schwestern betroffen sind und die in jüngster Zeit aufgrund der Covid 19-Pandemie zugenommen hat, muss zum Anlass werden, unsere Prioritäten zu überprüfen.

Bitten wir den heiligen Josef, den Arbeiter, dass wir einmal verbindlich sagen können: Kein junger Mensch, keine Person, keine Familie ohne Arbeit!

 

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