Pfarrnachrichten 29/2018 - 16. Woche im Jahreskreis (B)

Ab in den Urlaub ... mit Jesus im Gepäck!

Das Evangelium von diesem Sonntag (Markus 6, 30-34) ist ein richtiges „Urlaubsevangelium“. Der Evangelist Markus erzählt nämlich, dass „die Apostel sich wieder bei Jesus versammelten und ihm alles berichteten, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein.“

Zwischen den Zeilen lässt sich die tiefe Menschlichkeit Jesu erkennen. Nach christlichem Glauben ist Jesus ohne jeden Abstrich der eine und einzige wahre Gott in drei Personen, der in der zweiten Person des Sohnes bis auf die Sünde in allem uns gleich und wirklich Mensch wurde. Vor diesem Hintergrund überrascht dann nicht, dass Jesus offenbar sehr dran interessiert war, im engsten Kreis seiner Jünger eine angenehme Atmosphäre zu verbreiten. Das gehört zu unserem Leben, wenn man als Mensch leben will, unverzichtbar dazu.

Offenbar versammelten sich die Apostel nach intensiver Arbeit regelmäßig um Jesus und tauschen in einer ihnen vertrauten, familiären Atmosphäre aus, was sie erlebt, erfahren, beobachten und wahrnehmen konnten, als sie den von Jesus übertragenen Aufgaben nachgegangen waren.

Dass Gott wirklich Mensch wurde, ist überraschend und bewegend: kaum zu glauben aber wahr. Daraus folgt dann konsequent und logisch, weil es zum Menschsein dazugehört, dass er mit seinen Aposteln auch schon mal „urlaubsreif“ war; zumal „sie nicht einmal Zeit zum Essen fanden“. Solche Umstände sind jedem bekannt, der einer normalen und anständigen Arbeit mit Kompetenz und Interesse nachgeht: Ist man gefragt, geht einem früher oder später schon mal die Puste aus.

Die Apostel, und Jesus wohl nicht weniger, werden sich gefreut haben, als es dann „ab in den Urlaub ging.“ Allerdings, so erzählt der Evangelist, „man sah sie abfahren, und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an.“

Dumm gelaufen? – Nicht für Jesus, den Herrn! … Markus berichtet: „Als Jesus ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

Urlaub heißt nicht: „sich gehen lassen“ oder „das Ferkel rauslassen“ oder ganz auf „Ego-Trip“ umschalten. – Jesus Christus, der menschgewordene Gott, zeigt seinem liebsten Geschöpf, uns Menschen, auch im Urlaub den Weg: Er „ist der Weg“ (vgl. Joh 14,6) quer durch unser Leben hindurch.

Auch im Urlaub ist jeder gefragt und gefordert. Jeder ist zutiefst gerufen, im Urlaub all das zu kultivieren, was uns Menschen entspricht. … So ist Urlaub eine wunderbare und wertvolle Zeit, vor allem das zu pflegen und zu gestalten, was an Zwischenmenschlichem – besonders im Kreis der Familie – in den Monaten davor womöglich zu kurz gekommen ist. Auch der bewusste, und wenn eben möglich auch gemeinsame Besuch des Gottesdienstes gehört dann dazu.

Urlaub von Gott oder der Familie wäre ein Urlaub von unserem Menschsein. Ein solcher Urlaub baut nicht auf, sondern beschleunigt den Verfall.

(Pfr. Dr. Volker Hildebrandt)

 

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| Pfarrnachrichten 29 / 2018 (PDF, 45 KB)

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