Pfarrnachrichten 50/2017 - 2. Advent (B)

St. Pantaleon: Barockkanzel mit Adventskranz

Ein Wort des Pfarrers zum Pantaleonunterstützungsfonds e.V.

Seit Januar 2008 bin ich nun bald zehn Jahre Pfarrer an St. Pantaleon. Ein guter Anlass, um Gemeinde und Förderer unserer Pfarrei über Erfreuliches aus diesen Jahren, aber auch über ein Anliegen zu informieren, das uns noch Sorge bereitet.

In diesen bald zehn Jahren haben wir gemeinsam mit bewundernswert großzügigen Personen zukunftsorientierte Projekte vorangebracht. Sie alle dienen dem Wohl der Kirche. Dazu gehören aufwendige Gebäudesanierungen, segenbringende, aber auch kräfteraubende Rechts- und Grundstücksgeschäfte. Auch umfängliche Garten- und Baumpflege mit Teil-Neugestaltung (KiTa-Außengelände) eines wunderbaren, aber auch sehr großen Innenstadt-Grundstücks gehören dazu. Jetzt steht eine komplette Dachsanierung der Kirche mit weiteren Instandsetzungen an.

Weitaus erfreulicher ist für mich als Pfarrer aber der deutlich spürbare seelsorgliche Aufschwung der letzten Jahre. Erfreulich deswegen, weil durch unser Beten und Arbeiten Menschen näher zu Gott gefunden haben. Und primär darum geht es! Das ist ja der Sinn unserer priesterlichen Arbeit zum Wohl der Gemeinde!

St. Pantaleon ist eine beliebte Hochzeitskirche. In der Folge wächst auch die Zahl der Taufen. Durch eine sehr persönliche und individuelle Ehe- und Taufvorbereitung finden Menschen oft ganz neu zu einem Leben aus dem Glauben. So wird unsere Pfarrkirche nicht nur ihrer besonderen Schönheit und kunsthistorischen Bedeutung wegen geschätzt. Sie wird zunehmend von solchen Gläubigen geliebt, die hier eine neue Heimat in der Kirche gefunden haben.

Die persönliche Seelsorge ist sicher die stärkste Seite unserer Arbeit. Das sagen uns Menschen aus nah und fern, die gerne nach hier kommen. Sie schätzen, dass wir uns für sie Zeit nehmen, wenn sie geistlichen Rat und seelsorgliche Begleitung suchen.

Die Vorbereitung auf die Erstbeichte, die Erstkommunion, die Firmung – darunter auch zahlreiche Erwachsenenfirmungen – und Wiederaufnahmen in die Kirche sind grundlegende Elemente unserer Seelsorge. Sie ist geprägt von individueller, aber auch zeitintensiver Zuwendung. Oft tauchen bei persönlichen Gesprächen kirchenrechtlich irreguläre Situationen auf. Hier bemühen wir uns, dass die Betroffenen die Wärme und Zuwendung der Kirche erfahren.

So bringen nicht nur die wirtschaftliche und kulturelle Verwaltung einer denkmalgeschützten Kirchenanlage wie St. Pantaleon, sondern auch die betont persönliche Seelsorge am Ende auch einen bürokratischen Aufwand mit sich, der deutlich über dem Durchschnitt einer Pfarrei liegt, auf deren Pfarrgebiet – wie in St. Pantaleon – gerade einmal 2.000 Katholiken wohnen.

Hier haben wir ein Problem. Und ich möchte es Ihnen erläutern.

Als Pfarrer an St. Pantaleon habe ich über all die Jahre und in erheblichem Maß viel Verwaltung und bürokratische Arbeit stillschweigend übernommen und im Verborgenen geleistet. Nach fast zehn Jahren intensiver Erfahrung möchte ich die mir zur Verfügung stehende Zeit nicht länger darauf verwenden.

Gerne möchte ich sie fortan mit dem füllen, was zum „Kerngeschäft“ eines Priesters gehört, der dafür geweiht wurde: Spendung der Sakramente, Unterweisung und Begleitung im Glauben, Stärkung der christlichen Familien, christliche Orientierung für die nachwachsende Generation von Kindern und Jugendlichen, Trost und Beistand im Alter, Hilfe und Unterstützung für Heimatlose und Bedürftige … Damit das möglich wird, möchte ich die gesamte Verwaltungsarbeit kompetenten Personen anvertrauen. Das lässt sich jedoch nur durch ausreichende finanzielle Mitteln erreichen.

Zu diesem Zweck, ausreichende finanzielle Mittel bereitzustellen, haben Wohltäter unserer Gemeinde den Pantaleonunterstützungsfonds e. V. gegründet. Sie wollen damit die seelsorgliche Arbeit unserer Pfarrei fördern. Dafür bin ich sehr dankbar.

Der Verein hat in einem ersten Schritt für einige Monate, und auf Dauer angelegt, zusätzliche Stunden für das Pfarrsekretariat finanzieren können. Damit wurde der Pfarrer von der notwendigen Verwaltungsarbeit, wie sie hier in hohem Maß anfällt, spürbar entlastet. Er kann sich immer mehr und bald ganz – davon träume ich noch – der Seelsorge widmen.

Von daher bitte ich: unterstützen auch Sie den Verein und helfen auch Sie, weitere Unterstützer zu finden. Derzeit geht es noch um eine Aufstockung der Stunden für das Pfarrsekretariat. Morgen wird es dann schon um andere, nicht weniger wichtige Anliegen gehen. So tragen Sie auf Ihre Weise die Seelsorge mit. Dafür danke ich Ihnen von Herzen.

Köln, den 09.12.2017 - Dr. Volker Hildebrandt (Pfarrer an St. Pantaleon)

 

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